Endoskopien sind medizinische Untersuchungsverfahren, mit dem das Innere des menschlichen Organismus untersucht werden kann.
Wir bemühen uns, Untersuchungen, für die Sie nüchtern bleiben müssen möglichtst frühzeitig durchzuführen. Dies ist aufgrund der Vielzahl der Untersuchungen jedoch im Einzelfall nicht immer möglich, so das teilweise auch Untersuchungen in den frühen Nachmittag gelegt werden müssen. Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis.
Nüchtern bleiben müssen Sie für alle Untersuchungen bei der die Magenwand beurteilt wird (Magenspiegelung, Endosonographie) oder der Magen entleert sein muss um ein Übertreten von Speiseresten in die Lunge („Aspiration“) während der Untersuchung zu verhindern.
Sollten Sie im Rahmen einer ambulanten Untersuchung eine Sedierung (Beruhigungsspritze) erhalten, sind Sie 24 Stunden nicht verkehrstüchtig. Daher sollten Sie sich von einer Begleitperson bringen und abholen lassen.
Bei der Magenspiegelung wird nach durchgeführter Rachenbetäubung (auf Wunsch erhalten Sie auch eine Sedierung (Beruhigungsspritze)) ein ca. 12 mm dünnes, bewegliches Endoskop durch den Mund eingeführt. Dieses wird durch die Speiseröhre und den Magen bis zum Zwölffingerdarm vorgeführt.
Hierfür ist es erforderlich, zuvor für ca. 12 Stunden nüchtern zu bleiben, damit sich keine Speisereste mehr im Magen befinden.
Eine winzige Kamera an der Spitze des Endoskops überträgt während der Untersuchung hochauflösende Farbbilder auf einen Monitor.
Die Wand des eingesehenen Bereiches wird hierbei genau beurteilt, bei
Veränderungen können gleichzeitig Schleimhautproben mit Hilfe einer
durch das Gerät eingeführten Zange (Durchmesser der geöffneten Zange
ca. 4 mm) entnommen werden. Dies geschieht für Sie vollkommen
schmerzfrei.
Die Proben werden umgehend zur weiteren Beurteilung zu einem Pathologen gesandt, der sie mikroskopisch untersucht.
Bei einem blutendem Magengeschwür ist zudem eine sofortige Blutstillung möglich. Hierbei kann das blutende Gefäß mit einem Medikament unterspritzt oder auch mit einem Metallclip versorgt werden.
Eine routinemäßige Magenspiegelung dauert zumeist keine 10 Minuten. Nach der Untersuchung müssen Sie für weitere 60 min bis zum Abklingen der Rachenbetäubung nüchtern bleiben, anschließend ist die Nahrungsaufnahme problemlos wieder möglich.
Bei der Darmspiegelung wird –zumeist unter Sedierung (Beruhigungsspritze)- ein ca. 12 mm dünnes, flexibles Endoskop durch den Darmausgang eingeführt. Hierfür ist zuvor eine entsprechende Darmreinigung (Abführmaßnahmen) zur optimalen Beurteilung erforderlich. Diese beginnt in der Regel am Vortag der Untersuchung.
Zwei Tage vor der Untersuchung sollten Sie daher bereits Gemüse, Hülsenfrüchte, Müsli und sonstige Ballaststoffe vermeiden. Am Tag vor der Untersuchung dürfen Sie noch frühstücken, zum Mittagessen sollten Sie möglicht bereits nur noch Suppen zu sich nehmen, am Abend evtl. noch klare Brühe.
Zusätzlich zur Abführlösung die Sie am Tag vor der Untersuchung
erhalten dürfen Sie noch so viel klare Flüssigkeit trinken wie Sie
mögen.
Bei der Untersuchung selbst wird unter Gabe von wenig Luft (zur
Darmentfaltung) das Gerät unter Sicht langsam bis in den rechten
Unterbauch („Blinddarm“) vorgeführt. Je nach Fragestellung wird das
Gerät noch etwas weiter in das letzte Stück vom Dünndarm vorgeschoben.
Eine winzige Kamera an der Spitze des Endoskops überträgt hochauflösende Farbbilder auf einen Monitor. Bei Veränderungen der Schleimhaut –z.B. bei Entzündungen oder Geschwüren- können gleichzeitig Proben mit Hilfe einer durch das Gerät vorgeschobenen kleinen Zange (Durchmesser der geöffneten Zange ca. 4 mm!) entnommen werden.
Bei akuten Blutungen ist zudem häufig eine sofortige Blutstillung möglich. Hierbei kann das blutende Gefäß mit einem Medikament unterspritzt oder auch mit einem Metallclip versorgt werden. Zumeist gutartige Vorwölbungen der Schleimhaut (Polypen) können in der Regel ebenfalls während der Untersuchung abgetragen werden. Je nach Größe geschieht dies mit Hilfe der Biopsiezange (Durchmesser ca. 4 mm) oder auch einer Elektroschlinge. Dies geschieht für Sie vollkommen schmerzfrei.
Die entnommene Proben werden umgehend zur weiteren Beurteilung zu einem Pathologen gesandt, der sie mikroskopisch untersucht.
Nach Beendigung der Untersuchung können Sie in der Regel sofort wieder Nahrung zu sich nehmen.
ERCP steht für "endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatikographie" und dienst zur Gallen- und Bauchspeicheldrüsengangdarstellung.
Bei Verdacht auf Gallengangssteine, unklarer Gelbsucht oder einer
Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist eine Darstellung der Gallengänge
oder des Bauchspeicheldrüsenganges erforderlich.
Hierbei wird unter Sedierung (Beruhigungsspritze) ein ca. 14 mm dünnes,
bewegliches Endoskop durch den Mund eingeführt und durch die
Speiseröhre und den Magen bis zum Zwölffingerdarm vorgeschoben.
Hierfür ist es erforderlich, zuvor für ca. 12 Stunden nüchtern zu
bleiben, damit sich keine Speisereste mehr im Magen befinden.
Im Zwölffingerdarm - dem ersten Teil des Dünndarmes- findet sich die
sogenannte „Papille“, eine kleine Öffnung, aus der die Galle sowie das Bauchspeicheldrüsensekret in den Zwölffingerdarm gelangen. In diese
Öffnung wird nun eine Sonde eingeführt. Anschließend wird hierüber
Kontrastmittel gegeben und es erfolgt eine Beurteilung des Gangsystems
unter Röntgenkontrolle.
Sollten sich hierbei Gallengangsteine nachweisen lassen, können diese mit Hilfe eines durch das Endoskop eingeführten Drahtkörbchens oder eines Ballonkatheters – zumeist nach Erweiterung der Papille mit Hilfe eines ebenfalls durch das Endoskop eingeführten Schneidedrahtes- aus dem Gang entfernt werden.
Engstellen im Gangsystem –durch Entzündungen oder Tumore bedingt-
können ebenfalls durch ein durch das Endoskop eingeführten
Ballonkatheter aufgedehnt oder durch Einlage kleiner Plastikröhrchen
(„Stents“) überbrückt werden.
Bei dem Verdacht eines Tumors können zudem Proben mit Hilfe einer durch
das Endoskop eingeführten Zange (Durchmesser geöffnet ca. 2-3 mm)
entnommen werden. Diese werden umgehend zur weiteren Beurteilung zu einem Pathologen gesandt, der sic mikroskopisch untersucht.
Nach der Untersuchung müssen Sie noch einige Stunden nüchtern bleiben, da es durch das Kontrastmittel in einigen Fällen zu einer Reizung der Bauchspeicheldrüse kommt. Sind die entsprechenden Blutwerte in Ordnung und Sie beschwerdefrei, können Sie am Abend wieder Nahrung zu sich nehmen.
13.02.2012 |
8:00 h
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